Résumé der ersten zwei re:publica Tage

Dieses Jahr findet zum dritten mal die re:publica in Berlin statt. Im Friedrichstadtpalast wurde am 01. April 2009 die dritte re:publica eröffnet. Der Tag begann super. Die Sonne schien, es war warm und das Gemüht war dank der ersten Sonnenstrahlen mehr als glücklich gestimmt. Leider konnte der re:publica Start diese Sonnenstrahlen nicht toppen. Mit 40 Minuten Verspätung und einem nicht verfügbaren Internet-HotSpot war der Start mehr als misslungen. Aber kleinere Fehler können ja überall passieren und sollten verziehen werden. Die ersten Panels waren aber leider auch nicht wirklich gehaltvoll und besserten sich bis zum Ende des Tages leider nicht. Highlight des ersten Tages war der bereits oft geführte Beweis, dass Urteilen über Menschen die man nur von weitem kennt, völliger schwachsinn ist und endlich mal abgeschafft werden sollte. Noch ein Highlight des ersten Tages, was allerdings nicht viel mit der re:publica zu tun hatte, war der Besuch in der Vodkabar Trespassers am frühen morgen. Damit endete der erste Tag auch mit ein paar leckeren Vodka (Minze und Pfeffer) und einem noch viel vorzüglicheren Vodka-Cocktail.

Der zweite Tag begann mit einer halben Session “Come play with me”, in der ein ziemlich lahmer Markus Hündgen über Videojournalismus berichtete und es mehr als toll fand, dass er ein mit dem Handy aufgenommenes Video innerhalb von Minuten ins Netz stellen kann, um es später dann mit einem Video  besserer Qualität ersetzen zu können, um so die Neugier der Leser schnell zu befriedigen. Naja.

Weiter ging es mit dem Pannel “Vom stationären zum mobilen Internet – Herausforderungen und Chancen für Geschäftsmodelle im Shift zum mobile Web “, bei dem Dr. Raimund Schmolze, der seit 2007 Vice President Business Development & Innovation bei der T-Mobile International AG ist, über verschiedene Geschäftsmodelle sprach bzw. sprechen sollte. So stellte ich es mir zumindest vor, leider wurde es eher eine T-Mobile Propaganda Veranstaltung. Ich habe zwar auch ganz Interessante Fakten der Telekom erfahren, aber ich hatte mir unter dem Thema ehrlich gesagt etwas mehr vorgestellt. Schade, aber der Vortrag an sich war immerhin ganz nett Vorgetragen.

Danach ging es zum Vortrag von Thorsten Feldmann und Henning Krieg “Bloggen & Recht – Do’s und Dont’s beim Bloggen aus rechtlicher Sicht”. Super Session, kann man nicht anders sagen. Sehr gut erklärt, lockere Stimmung unter den Teilnehmern. Man muss einfach dabei gewesen sein. Ich werde versuchen in einem meiner nächsten Beiträge etwas dazu zu schreiben. Also später mehr dazu.

Danach ging es zu “Die sieben Todsünden im Blogdesign”. Die Session war bis zu dem Punkt echt super, wo der Vortragende, Gerrit van Aaken, über eine Art von Bloggern abgezogen hat, die ihm scheinbar nicht zusagen. Ich nenne die Art von Bloggern jetzt einfach mal “Money Blogger”. John Chow bspw. der sein Geld einfach über Werbung und Affiliate Programme verdient wurde in den Dreck gezogen, weil er angeblich zu viel Werbung auf seinem Blog hat. Der Mann verdient eben damit sein Geld. Schönheit lässt sich nun mal schwer monetarisieren. Wen der Vortrag interessiert, der kann ihn sich im folgenden Video in minderer Qualität ansehen:

Im Anschluss daran ging es dann zum letzten inhaltlich wertvollen Panel an diesem Tag, zur Pro- und Kontra Diskussion “Brauchen wir eine Kulturflatrate?”. Ein Thema das ich in letzter Zeit schon dank Marcel Weiss’ Berichterstattungen ein wenig verfolgen konnte und womit ich mich in Zukunft garantiert ausgiebiger beschäftigen werde. Marcel Weiss, Jonny Haeussler, Markus Beckedahl, Oliver Passek und Volker Grassmuck in einer Podiumsdiskussion über Sinn und Unsinn einer Download-Flatrate für digitale Güter. Eine wie ich fand sehr Interessante Session, bei der die Zuhörer auch zu Wort kamen. Schade das es davon kein Mitschnitt gibt. Auf jedenfall ein Thema das uns die nächsten Jahre wohl noch begleiten wird.

Der Abend wurde dann durch die Twitterlesung abgerundet, die leider nur aus Tweets der elitären Gesellschaft der Blogosphäre bestand, aber dennoch einen guten Unterhaltungsfaktor bot.

Abschließend ist also zu sagen, das der zweite Tag bei weitem Interessanter war als der erste, jedoch leider vom special Guest WLAN nicht besucht wurde. Schade, aber vielleicht klappts ja morgen mit dem Internet auf der re:publica09. #rp09.

Gute Nacht.


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1 Kommentar

  • ah, noch jemand, der resümiert. fein.

    zu gerrits blogdesign-sünden-lästereien:
    ich finde aber schon, dass er damit irgendwie recht hat, denn solch ein blog ist auch nicht wirklich lesbar. wenn ich nicht adblock und co. aktiv hätte, wären manche blogs einfach bei mir unten durch trotz eventueller guter inhalte. es gab ja mal blogger, die mit werbung auch nicht wenig geld verdient haben, aber das design eben nicht darunter litt. es kommt wohl aufs gesunde maß an. und chows blog war wohl schon etwas weit über dieser grenze. aber am ende ist doch eh alles nur geschmackssache, und auch gerrit darf seine meinung dazu äußern. er ist auch nur ein mensch. :-)

    außerdem: der vortrag war doch ohnehin mit einer ordentlichen prise ironie gewürzt.

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