Die Datenschutz-Debatte kocht hoch – zu hoch

Mit der Veröffentlichung von Google Chrom wurde die Datenschutz-Debatte erneut hochgeschaukelt. Von vielen Ecken hört man, dass es nicht sein kann was Google die böse Datenkrake da veranstaltet. Was Google für Daten sammelt kann nicht sein. Das ist unerhört etc. pp. Warum ist Google immer das böse Unternehmen, das angeblich die Weltherrschaft an sich reißen möchte? Weil es viele Daten sammelt?

Der Auslöser dafür, dass ich diesen Beitrag schreibe, ist der Kommentar von Uwi58 Dazu fallen mir ein paar Fragen ein, die ich ja vielleicht beantwortet bekomme.

  1. 1. Welches Betriebssystem nutzt du?
  2. 2. Was hast du getan, dass dein Firefox nicht nach Hause telefoniert?
  3. 3. Welche andere Software benutzt du auf deinem Rechner?

Gut, dann geh ich mal von dem Durchschnitts deutschen aus. Du bist wahrscheinlich mit einem Windows-PC im Netz unterwegs. Wahrscheinlich mit XP oder Vista. Hast wahrscheinlich auch den Adobe Reader installiert und sonst auch noch einige Programme wie beispielsweise ein Office Paket u.a. Denkst du wirklich all diese Software übermittelt keine Daten von dir? Und wie bewegst du dich im Netz ohne Spuren zu hinterlassen? Sei es deine IP-Adresse, deine E-Mail Adresse oder die Version deines Browsers. Sicherlich vergewisserst du dich bevor du auf eine Webseite gehst ob nicht eventuell ein Analyse Tool wie Indextools oder GOOGLE-Analytics eingesetzt wird und Daten von dir sammelt.

Leute es tut mir leid, aber bevor ihr euch darüber aufregt wie böse doch Google ist, schaut doch erst mal nach links und rechts und guckt ob es nicht eventuell bereits andere gibt, die das gleiche tun.

Max und Jonny sprechen mir übrigens aus der Seele. Lesen ist Pflicht: Wir sind BILD: The Chrome Conspiracy.

Hier findet ihr auch gleich mal ein paar Links welche Software denn noch alles so nach “Hause telefoniert”. Ich hoffe ich habe euer Weltbild jetzt nicht verändert:

Und jetzt fangt an mit den besagten zu schimpfen und verbreitet es in den Mainstream, dass alle wissen wie böse doch die großen Unternehmen sind. PUNKT. Kommentare erwünscht.


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1 Kommentar

  • Oliver sagt:

    >Leute es tut mir leid, aber bevor ihr euch darüber aufregt wie böse doch Google ist, schaut doch erst mal nach links und rechts

    Und was bitte schön soll der Sinn der völlig absurden relativierenden Übung sein? “Welches Betriebssystem nutzt du?” Was hat das bitte schon damit zu tun, außer das irgendwelche Kinder ohne einen Hauch von einer Ahnung beispielsweise den Zeitdienst in Windows abstellen, ob etwaiger “Spionage-Akte”. Und ansonsten übt man sich in Paranoia und blindem Hass, weil man es eben nicht besser weiß.

    Google ist ein Dienst der mit Daten arbeitet und mit der Datenakquise sein Geld verdient. Microsoft ist eine Firma die den Betriebssystemmarkt kontrolliert und was u.U. zu Microsoft gesendet wird ist recht geschickt mit diversen Tools kontrollierbar – da man den etwaigen Sendeort kennt und auch nachvollziehbar – im Gegensatz zum Netz, welches von Google dominiert wird. Google Adsense beispielsweise, plus Google Chrome, plus Google Apps, plus Google Suche, plus Youtube, plus … plus … plus – na ist der Groschen gefallen — GOOGLE?! Hier dominiert Google und sammelt zentral alle Daten. So und wer bitte schön arbeitet mit Regimen zusammen und bietet auch gerne die Daten feil, wenn höflich darum gebeten wird? Google, Yahoo, Youtube – die Beispiele sind Legion. Das ist das Internet, nicht das Betriebssystem auf dem lokalen Rechner!

    Na ist der Groschen immer noch nicht gefallen, daß hier Äpfel mit Birnen verglichen werden? Du kannst Linux oder BSD nutzen und dennoch landen deine Daten zentral in der Regel bei Google. Yahoo beispielsweise nutzte bis 2004 den Google Index, AOL ebenso und veräußerte vor ein paar Jahren durch “Zufall” mal eben persönlich Daten einiger Hunderttausender. Vergleiche das bitte mal mit dem Betriebssystem.

    Was soll mir beispielsweise die IP sagen? Anhand dieser, das Gros unterliegt der dynamischen Adressvergabe, kann der eigene Provider oder der Staat die Person herausfinden – in einem gewissen Rahmen. Google kann damit erst einmal gar nichts anfangen, aber Anhand der Browser-History, sprich des Surfverhaltens (das Google in Chrome komplett mitloggt), kann ein Profil erstellt und somit ein Individuum wiedererkannt werden (das ist seit spätestens 2005 bekannt).

    >dass alle wissen wie böse doch die großen Unternehmen sind.

    Wenn man überhaupt eine Meinung dazu veräußern möchte, sollte man sich mit den Details beschäftigen und die Technik dahinter verstehen, sowie die etwaigen Möglichkeiten kennen – das wäre dann eine Art von Meinungsbildung.

    Ich empfehle dazu beispielsweise die Lektüre dieser Publikation:

    http://blog.kairaven.de/

    Die Meinung dieses uwi* ist z.B. eine solche die bar jeder Realität ist, da er einem anderen Unternehmen Glauben schenkt ohne überhaupt nur einen legitimen Anhaltspunkt bezüglich des Wahrheitsgehaltes zu besitzen.

    Linux macht nichts sicher, der Wechsel von Google zu einer anderen Suche ebenso wenig. Da herrscht kein Automatismus, man muß differenzieren und das geht nur mit Wissen. Google Chrome verknüpft mit den gesendenten Daten eine eindeutige ID, diese gibt es im Netz nicht, sofern man wie üblich eine dynamische IP besitzt. Google Cookies kann man blocken – es ist also ein markanter Unterschied. Beim Browser wird ein persönliches Profil erstellt, bei der Suche allenfalls nur noch ein hübscher Punkt in der Statistik Googles, was denn nun am meisten gesucht wird.

    Darüber hinaus ist bekannt das viele kleinere Suchdienste ihre Suche mit dem Ankauf des Google Index verbessen und vice versa ebenso Daten an diesen liefern – vom Regen in die Traufe also.

    Email, IP und Co im Netz pausenlos veräußert, ist sicherlich keine gute Sache. Wirklich kriminell aber ist es erst, wenn diese Daten auf einen einzigen Konzern vereint werden. Die Dezentralisierung von Daten ist zu bevorzugen, denn nur wer den größtmöglichen Anteil auf sich vereint, kann damit den größtmöglichen Mißbrauch begehen. Viele kleine Sammler die nichts miteinander zu tun haben sind also immer noch besser, als eine große Krake die alles unter einem Deckel vereint.

    Relativierung unterstützt indirekt den Mißbrauch und diesen gilt es zu minimieren, vermeiden kann man diesen nicht.

Ich freue mich über deine Meinung