Google Chrome – schon die erste Beta überzeugt

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Gerade lief der Webcast zu Google’s neuem Browser Chrom. Den ganzen Tag über ging es heiß her in der Blogosphäre und bei twitter. Die Blogger und Vögel von twitter waren gespaltener Meinung. Die einen waren von der ständigen Berichterstattung genervt, die anderen konnten es kaum abwarten, bis die erste offizielle Beta gelauncht wird. Heute Abend gegen 21 Uhr war es dann endlich so weit. Aus einem „404 File Not Found“ wurde dann das neue zu Hause von Google Chrome.

Im Webcast von Google wurde der Browser von verschiedenen Entwicklern vorgestellt. Matt Cutts war live im Raum dabei und hat live darüber gebloggt. Eine Zusammenfassung der rund einstündigen Präsentation gibt es auf seinem Blog. Die Anschließende Frage&Antworten Session ist dort auch abgedruckt. Wer also den Webcast verpasst hat, kann dort noch einmal nachlesen.

Nun aber meine Meinung zum neuen Browser Chrome, den man Krom spricht, wie den Anfang von KROMbacher. Als allererstes ist mir aufgefallen, dass Chrome ziemlich schnell ist, sowohl beim Starten, als auch beim Aufruf von Webseiten. Vorallem aber auch bei Google Seiten wie Analytics, Adsense, Maps und Gmail. Sicher hat Google die eigenen Seiten gut an Chrome angepasst. Oder eben Chrome an die Webseiten. WordPress ist leider nicht wirklich schnell, was aber auch an meinem Server liegen kann. Als nächstes ist mir aufgefallen, dass Grundlegende Shortcuts wie „Neuen Tab öffnen“ oder „Quelltext ansehen“ aus dem Firefox übernommen wurden. Das erfreut mich, da man sich da für einen eventuellen Umstieg auf Chrome nicht wieder umgewöhnen muss.

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Eine schöne Ansicht bekommt man, wenn man einen neuen leeren Tab öffnet. Dann bekommt man nicht wie im Firefox eine weiße Seite angezeigt, sondern die meistbesuchten Seiten mit kleinen Thumbnails dargestellt.

Die oben erwähnte Quelltextansicht ist wie auch im Firefox über den Shortcut Strg + U zu erreichen. Die Darstellung des Quelltexts ist ganz angenehm, die im Firefox gefällt mir aber besser. Man kann auch via Menü auf die Entwickler-Tools zugreifen. Einfach oben rechts auf das Seiten-Symbol klicken und zu „Entwickler“ navigieren. Dort findet man dann den Quelltext, eine Funktion zur JavaScript Fehlersuche, die JavaScript Konsole, sowie den Task-Manager.

Ein weiteres Feature das mir gefällt ist das „Google nach…“ -Feature. Sobald man einen Text markiert, sei es bspw. in der Quelltextansicht oder auf irgendeiner Webseite, kann man einen Text markieren und diesen dann bei Google Suchen lassen. Das ganze funktioniert auch mit anderen Suchmaschinen, dass ist davon abhängig welche Suchmaschine man als Standard definiert hat. Wer lieber über Wikipedia sucht kann das auch ganz einfach tun, indem er den folgenden Link unter „Optionen → Grundeinstellungen → Standardsuche → Verwalten“ einem neuen Eintrag für Wikipedia mit der folgenden URL zuweist: http://de.wikipedia.org/wiki/%s. Fazit: nützlich und effektiv.

Als nächstes ist es sehr praktisch, dass Chrome einen Task-Manager mit sich bringt. Mit dem Task-Manager kann man sich den Speicherverbrauch von einzelnen Tabs und einzelnen Prozessen wie bspw. den Flashplayer ansehen. Sollte ein Tab mal den Geist aufgeben, kann man diesen Schließen, ohne gleich den ganzen Browser zu beenden. In letzter Zeit kam es bei mir häufiger vor, sowohl im FF3 als auch im FF2, dass der Browser sich wegen eines einzelnen Tabs komplett verabschiedet hatte, da ist es nur nützlich, dass Chrome dieses „Phänomen“ nun quasi beseitigt.

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Das waren erstmal ein paar Positive Dinge die ich zu Chrome zu sagen habe. Sicherlich war das nur ein kurzer Anriss zu Chrome. Weitere Tests folgen demnächst.

Nun aber auch ein paar Worte zu negativen Dingen. Sobald ich ein paar mehr Tabs geöffnet habe, wird die Tab-Leiste nicht mehr ordentlich dargestellt, aber ich denke darüber kann man in einer ersten Beta-Version noch hinwegsehen. Ärgerlich ist auch, dass ich Chrome zwar als Standard-Browser definieren kann, Links aus anderen Anwendungen aber immer noch im Firefox geöffnet werden. Obwohl Firefox sogar erkannt hat, dass er nicht mehr als Standard-Browser definiert ist. Das wird hoffentlich in einer der bald kommenden nächsten Beta-Versionen gefixt sein.

Beim Hochladen der Bilder ist mir nun noch aufgefallen, das der Upload mit Chrome scheinbar auch nicht richtig funktioniert.

Im Firefox war es immer möglich mit dem klick via Scrollrad auf das Home Symbol einen neuen Tab mit der Startseite zu öffnen. Das Funktioniert in Chrome leider noch nicht. Die Funktion fand ich immer ganz nützlich.

Robert hat geschrieben das ihn der Browser nicht sonderlich interessiert, bzw. er nicht wirklich begeistert ist. Auch der Blogtopf schreibt etwas darüber… Ja und eigentlich schreibt gerade die halbe Blogosphäre etwas darüber. Aber google einfach selbst.

Was haltet ihr vom neuen Chrome Browser aus dem Hause Google? Nur ein Hype oder etwas für die Zukunft? Der IE wird es wohl demnächst noch schwerer haben, was meint ihr?

11 Gedanken zu „Google Chrome – schon die erste Beta überzeugt“

  1. Ja, ich muss sagen das Teil sieht ganz gut aus. Schlank, flott und vor allem Resourcen schonend. Wenn jetzt noch eine Linux Version erscheint und eine gute Plug-In Schnittstelle kommt, dann könnt ich mir einen Umstieg durchaus vorstellen.

  2. Ich werde das Gefühl nicht los, hier hat jemand den geilsten Browser der Welt noch nie gesehen: Opera. Der kann das meiste davon schon lange. Und der ist unglaublich viel schneller, fitter, sicherer etc., und hat so viele coole Features, dass Firefoxer sich nur verwirrt umgucken. Nur komischerweise scheint Opera noch immer ein Geheimtipp zu sein. Und nun war er offensichtlich Vorbild für die Chrome-Entwickler.

  3. Ich würde behaupten das der Opera nicht alleinige Vorlage war. Vorlage waren wohl alle derzeit existierenden Browser. Aber sorry, Opera ist in meinen Augen tot. Opera Mini lebt noch. Mehr aber auch nicht 😉

  4. Hallo!

    Ich finde, wer heute über Google im Web sucht, der kann auch Google Chrome noch verwenden. Da kommt das gleiche raus, was das Erforschen von Google an privaten Daten angeht. Aber das muss jeder selbst wissen, was er mit seinen Daten macht.

    Das lobe ich mir Firefox und ixquick.

    Gruß Uwi58

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