Palast der Republik, so fährt er dahin

Der Palast der Republik, ist bzw. war ein Wahrzeichen der Stadt Berlin. 1973 wurde er nach 32-monatiger Bauzeit eröffnet. 1990 wurde er wegen Asbestverseuchung geschlossen. Genutzt wurde der Palast, bevor er geschlossen wurde und vom Asbest befreit wurde für verschiedenste Kulturelle Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen, Theater, aber auch für Politische Versammlungen. Nachdem Erichs Lampenladen der Palast der Republik dann zwischen 1998 und 2003 für 35 Millionen Euro vom Asbest befreit wurde, wurde er wieder für Kunstausstellungen und Theateraufführungen genutzt. Kurzzeitig war es auch möglich, Gondelfahrten durch den teilweise gefluteten Palast zu unternehmen.

[singlepic=286,100,75,web20,left]Seit nunmehr rund 2 Jahren, seit Februar 2006 wird der Palast nun Schrittweise abgebaut. Damit der, sich gegenüber dem Palast befindliche, Berliner Dom keinen schaden nimmt und das Absinken des Grundwasserspiegels nicht zu einem einsacken des Dom’s führt, wird der Palast nicht gesprengt, sondern Schrittweise abgebaut, gewogen und die Bodenwanne mit Wasser versetztem Sand aufgefüllt. Ein ziemlich aufwendiges Verfahren, welches erklärt, dass der Abbau so lange dauert. Im Frühjahr 2009 soll er dann komplett, bis auf die Kellergeschosse, die im späteren Neubau genutzt werden sollen, verschwunden sein.

[singlepic=285,100,75,web20,left]Heute kann man beobachten, wie kleine Schiffe mit den Resten des Palastes die Spree hinauf fahren. Wer also noch einmal einen letzten Blick auf die Ruine richten möchte, hat noch ein bisschen Zeit dafür. Ich sehe den Palast beinahe täglich, große Veränderungen fallen mir daran aber nicht auf. Nur das es ein ziemlich interessantes Gebäude ist, welches laut Beschreibungen ziemlich modern gewesen zu sein scheint. Mit verstellbaren Bühnen, Veränderbaren Sitzplätzen, mobilen Ton- und Lichtanlagen und vielen weiteren mehr.

Wer sich für den monatlichen Fortschritt des Abrisses interessiert, findet hier ein bebildertes Tagebuch über den Abriss.

Wer mehr über das Thema wissen möchte, kann sich ja mal folgenden Film ansehen, der zeigt einen Trailer vom Dokumentarfilm „Altlastpalast“ von Irina Ender. Man sieht, auch heute noch, können vom Palast und aus dem Palast interessante Berlin-Fotos entstehen.

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